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Die Konservierende Zahnheilkunde beschäftigt sich mit der Erhaltung des Zahnes. Etwa durch Fraktur oder Karies verlorengegangene bzw. zerstörte Zahnsubstanz kann durch Füllungen (z.B. Kunststoffe, Amalgame, Compomere, Zemente) und Aufbauten wie Parapulpärstifttechniken rekonstruiert werden. Die ebenfalls zur Zahnerhaltung zählende Endodontie und Parodontologie werden gesondert besprochen.

Zahnfrakturen ohne die Eröffnung der Pulpa (Markraum, Nerv) können in aller Regel direkt mit einer geeigneten Füllung versorgt werden. Eine spätere radiologische Kontrolle ist jedoch sinnvoll, da durch mechanische oder thermische Traumatisierung auch ohne Eröffnung der Pulpa eine Entzündung und somit eine Pulpitis (siehe Endodontie) entstehen kann.

 

Die vier Canini (Eckzähne, Fangzähne) sind infolge ihrer anatomischen Exposition häufig von Frakturen betroffen. Die Reißzähne (Prämolar 4 [P4]) im Oberkiefer und die Molaren (M1) im Unterkiefer sind durch ihre Funktion und damit starke Beanspruchung häufig frakturiert.

Ist durch eine Fraktur die Pulpa (Zahnnerv) eröffnet (Zahn blutet akut), sollte eine sofortige Versorgung des Zahnes erfolgen, weil nur so die Vitalerhaltung des Zahnes möglich ist. Bei länger bestehenden, nicht behandelten Zahnfrakturen mit eröffneten Pulpakanälen kommt es immer zu Infektion und Entzündungen des Zahnmarks insbesondere im Bereich der Wurzelspitze. Schmerzhafte periapikale Ostitiden (Knochenentzündungen um die Wurzelspitze) können sich bis hin zu Kieferabzessen und Fistelbildungen entwickeln. Diese hochgradig schmerzhaften Entzündungen der Zahnwurzel können dann i.d.R. nur noch mit der Entfernung des Zahnmarks (Wurzelkanalbehandlung) behandelt werden. Der Zahn ist dann avital und schmerzfrei. In schwerwiegenden Fällen ist eine Erhaltung nicht mehr möglich und es erfolgt eine Extraktion bzw. chirurgische Entfernung.

Insbesondere bei jungen Hunden ist die schnelle Versorgung (Vitalamputation) der noch weiten Pulpahöhle eines frakturierten Zahnes sehr wichtig, weil nur der vital erhaltene Zahn eine Verengung des Pulparaumes infolge Dentinabscheidung aus den Odontoblasten (Dentin bildenden Zellen) gewährleisten kann. Durch dieses Dentinwachstum nach innen wird der Pulparaum des älter werdenden Patienten zunehmend enger und der Zahn gewinnt an der notwendigen Stabilität.

Diagnostisch lässt nur eine radiologische Untersuchung eine zuverlässige Aussage über den Zustand der Zahnwurzel insbesondere der Wurzelspitze zu.

Die Schmerzhaftigkeit und der i.d.R. damit verbundene hohe Leidensdruck der Patienten dürfen nicht unterschätzt werden.

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