An den Gärten 11
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Sa. 10.00 - 12.00 Uhr
   
   

 

Die Kieferorthopädie beschäftigt sich mit Kieferstellungs- und Zahnstellungsabweichungen, deren Therapie und damit der Wiederherstellung einer Normokklusion (Normalverzahnung).

Eine Zahnstellungsabweichung wie der Caninus-Engstand (Lingualstand) oder auch Caninussteilstand (Mandibula angusta) genannt, ist eine häufig beim Hund auftretende Fehlstellung, welche regelmäßig dazu führt, daß einseitig oder beidseitig die Fangzähne des Unterkiefers in den Gaumen des Oberkiefers einbeißen und dort Schleimhautläsionen und/oder Zahnläsionen am gegenüberliegenden Caninus (Fangzahn) verursachen. Schon ein geringgradiger Einbiß verursacht Schmerzhaftigkeit und Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens bis hin zur Futterverweigerung.

Längeres Einbeißen führt dann zur Ausbildung einer oronasalen Fistel des harten Gaumens, einer meist blutig-eitrigen Verbindung zwischen Mund- und Nasenhöhle, bei der Gaumenschleimhaut und Oberkieferknochen aufgrund der stetigen Fehlbelastung punktuell nekrotisch (zerstört) werden. Derartige Veränderungen können dann nur noch chirurgisch, häufig unter Verlust eines Zahnes, therapiert werden. Diese Veränderungen sind immer auch hochgradig schmerzhaft und beeinträchtigen das Allgemeinbefinden des Tieres in erheblichem Maße. Auf diesem Wege können dann auch Futterbestandteile in die Nasenhöhle gelangen und von dort weiter in die Lunge aspiriert werden und dort lebensbedrohliche Lungenentzündungen hervorrufen. Geeignete kieferorthopädische Geräte (z.B. Dehnschrauben, Aufbißplatten/-schienen, Aufbißflügel) können die oben geschilderten Komplikationen verhindern und je nach Schweregrad eine Normverzahnung herstellen. Aufbißschienen können in Metall (mit Abdrucknahme) oder in einer Sitzung (ohne Abdrucknahme) mit einem Spezialkunststoff direkt individuell angefertigt werden (In diesem Fall ist nur eine Sedation für den Einbau erforderlich). In schwerwiegenden Fällen, in denen eine orthopädische Regulation nicht erfolgen kann, ist die Kürzung des Zahnes mit gleichzeitiger Wurzelkanalbehandlung und anschließender Füllung zu empfehlen.

Häufige Ursache dieser Problematik sind persistierende (nicht ausfallende) Milchzähne, darum ist zu empfehlen, diese frühzeitig entfernen zu lassen. Sobald der bleibende Zahn durchgebrochen ist, sollte der noch persistierende Milchzahn entfernt werden. So kann der bleibende Zahn noch in seine physiologische Stellung wandern.

Zahnverlagerungen (Deviation) des Caninus (sehr häufig z.B. beim Sheltie) können mit Gummizügen (Powerchain und Brackets) in die normale Lage verbracht werden.

Einzelzahnfehlstellungen, Kulissenstand oder Kreuzbiß können mit KFO-Platten, Lingual- oder Labialbögen sowie mittels Regulierungselementen mit Aktivierungsschleife korrigiert werden. Nach Bedarf werden individuelle Modellationen kieferothopädischer Geräte mit vorheriger Abdrucknahme angefertigt.

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