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Die Winterzeit naht...

Wenn die Tage kürzer, die Morgen kälter und die Bäume kahler werden, dann ist wieder einmal sicher: Der Winter kommt in großen Schritten!

Draußen fangen die Wildtiere an, sich auf den Winter vorzubereiten, Eichhörnchen sammeln Vorräte, Igel bauen Winterquartiere und viele Vögel machen sich auf die lange Reise Richtung Süden.

Auch unsere Haustiere beginnen die Vorbereitungen: Das dünne Sommerfell wird durch dickeres und dichtes Winterfell ersetzt, das bedeutet natürlich auch eine ganze Menge an verlorenem Haar. Wenn Sie Ihren Hund regelmäßig kämmen und das alte Fell ausbürsten, können Sie damit in dieser herbstlichen Jahreszeit auch den Wildvögeln Gutes tun; die freuen sich nämlich über wärmende Nesteinlagen! Wenn Sie also Fell Ihres Hundes „übrig“ haben, legen Sie dieses doch einfach einmal in den Garten und sehen Sie zu, wie sich Vogeleltern darüber freuen!!

 

Winterzeit….

… ist natürlich auch Schnee- und Eiszeit!

Eine komplett verschneite Wiese, ein eingefrorener See und die leicht angefrorenen Bäume im Wald sind natürlich wunderschön und den meisten Hunden – und auch einigen Katzen – macht das Herumtollen im Schnee unglaublich viel Spaß. Jedoch gibt es bei aller Schönheit des Winters auch das Problem der mit Salz gestreuten Wege und Straßen.

Das Salz reizt die Tierpfoten, die Ballen werden rissig und es können sich, besonders bei langhaarigen Hunden, unangenehme Hautentzündungen im Zwischenballenbereich bilden. Besitzer von langhaarigen Hunden kennen weiterhin das Problem der Schneeballen, die sich durch das Zusammenkleben des Schnees mit dem Fell an den Pfoten bilden.

Doch Sie können Ihren Tieren im Winter helfen, gut durch den Schnee zu kommen! Es empfiehlt sich, nach Spaziergängen die Pfoten mit warmem Wasser abzuwaschen, so spülen Sie das Salz herunter. Auch helfen fetthaltige Cremes (am besten Vaseline oder Melkfett) die Ballen ein wenig geschmeidig zu halten und Rissen vorzubeugen! Gegen die „Schneeschuhe“ hilft es, das Fell an den Pfoten insbesondere zwischen den Zehen und Ballen zu kürzen. In einigen Fällen (bei sehr starker Reaktion der Hundepfoten auf Salz, oder wenn man das Fell nicht kürzen möchte) helfen dann nur noch Hundeschuhe – nicht zur „Dekoration“, sondern als sehr guter Schutz! Dann hat der Vierbeiner viel Freude am Winter!

 

Winterzeit…

… ist Schokoladenzeit!

Was gibt es Schöneres, als in der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit bei eisigen Temperaturen mit heißem Kakao, heißem Tee oder heißem Kaffee gemütlich auf dem Sofa zu sitzen, eingepackt in dicke Decken und mit Keksen und Schokolade bewaffnet den Abend ausklingen zu lassen?

Unsere Haustiere sehen das meistens ähnlich, doch ist Schokolade für Tiere nicht ungefährlich!

Schokolade enthält Theobromin, ein Stoff, der auf uns Menschen anregend wirkt und in großer Form für das uns bekannte „Glücksgefühl“ beim Verzehr von Schokolade verantwortlich ist. Für Tiere ist Theobromin leider nicht so „anregend“. Meistens sind Hunde betroffen, da sich diese doch häufiger als Katzen an „Menschenessen“ bereichern möchten!

Die Symptome einer Theobromin-Vergiftung reichen von Erbrechen und Durchfall über Kreislaufstörungen (erhöhter Herzschlag, Arrhythmien) bis hin zu Störungen des zentralen Nervensystems, die sich in krampfartigen Zuständen und Bewusstseinsstörungen äußern.

Natürlich wird ein Hund nicht durch ein kleines Stück Schokolade krampfen, doch ist es interessant zu wissen, welche Mengen ein Hund ohne merkliche Probleme zu sich nehmen kann.

Im Bereich unserer Weihnachtsleckereien ist der Theobromingehalt sehr unterschiedlich: Einen hohen Theobromingehalt hat Bitterschokolade (~16 mg/g), gefolgt von Zartbitterschokolade (~5,7 mg/g) und Milchschokolade (~2,3 mg/g), die bei uns so beliebte weiße Schokolade ist weit abgeschlagen (0,009 mg/g).

Von einer „Theobromin-Vergiftung“ spricht man natürlich erst bei Auftreten von Symptomen. Die leichteste Form (Erbrechen, Durchfall, ggf. vermehrtes Trinken) beginnt bei Hunden nach Einnahme von ~20mg/kg KG (KG=Körpergewicht des Tieres), bei ~40-50mg/kg KG können Kreislaufprobleme auftreten, ab ~60 mg/kg kann eine Theobromin-Vergiftung gefährlich werden.

Sollten Sie Ihren Hund oder Ihre Katze bei dem Verzehr von Schokolade beobachten, überlegen Sie zunächst, ob es möglich ist, die Menge einzugrenzen und setzen Sie sich danach mit uns in Verbindung, sodass wir eine evtl. notwendige Therapie einleiten können.

 

Winterzeit…

… ist Weihnachtszeit!

Jeder Mensch wünscht sich ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest! Dazu gehören natürlich neben einem prunkvoll geschmückten Weihnachtsbaum auch Kerzen und Christsterne und allerlei andere Dekoration.

Besonders Katzenbesitzer kennen das Problem eines pelzigen Mitbewohners, der den gerade geschmückten Weihnachtsbaum als großen Abenteuerspielplatz ansieht. Sollten Sie einen solchen Mitbewohner zu Hause haben, empfiehlt es sich, keine Christbaumkugeln aus Glas zu nutzen – sollte doch mal eine Christbaumkugel bei großen Kletteraktionen herunterfallen, besteht zumindest nicht die Gefahr von Schnittverletzungen durch zerbrochenes Glas. Auch sollten Sie den Weihnachtsbaum ausreichend vor Umstürzen sichern.

Auch Kerzen können – gerade bei Katzen – nicht ungefährlich sein. Nicht selten schleichen die kleinen Stubentiger über Tische und Fensterbänke und in einigen Fällen auch mal zu nah an brennenden Kerzen vorbei. Meist passiert außer angesengten Haaren nichts, doch sollten Sie bei brennenden Kerzen ein wenig Vorsicht walten lassen und, wenn möglich, diese katzensicher platzieren.

Eine besonders gerne gesehene Dekoration in der Weihnachtszeit sind Christsterne. Keine andere Pflanze versprüht einen solch weihnachtlichen Charme, wie ein tiefroter Christstern. Leider ist es nicht sicher, ob ein Christstern tatsächlich Vergiftungen auslösen kann, bei Menschen sagt man in der Regel, dass nur die Wildform des Christsterns als wirklich gefährlich eingestuft wird. Dieser enthält im Milchsaft ein Gift, das Erbrechen und Durchfall hervorrufen kann, in starken Fällen auch Schläfrigkeit oder Benommenheit. Tiere reagieren auf dieses Gift jedoch weitaus stärker und schneller, sodass eine Gefahr durch die Zuchtform des Christsterns bei Tieren (insbesondere bei kleinen Tieren, wie Kaninchen, Meerschweinchen usw.) absolut nicht ausgeschlossen werden kann. Um dem vorzubeugen, sichern Sie lieber Ihre Christsterne vor dem Zugriff Ihrer Haustiere, sofern Sie diese nicht unter Beobachtung haben.

 

Grundsätzlich ist natürlich nicht alles in der Winterzeit gefährlich, auch wenn es sich so anhört! Doch ein wenig Information und Vorsicht, kann – unserer Meinung nach - in dieser Zeit nicht schaden.

 

Am Ende bleibt nur noch eins zu sagen:

 

Winterzeit…

… ist eine wunderschöne Zeit!!